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Kay W. Klöpping - Rechtsanwalt und Steuerberater
Personengesellschaften
Gestaltung mit Weitblick
Personengesellschaften wie die GbR, OHG, KG oder GmbH & Co. KG sind für viele unternehmerische und familiäre Vorhaben eine bewährte Rechtsform. Sie eröffnen erhebliche Gestaltungsfreiheit – verlangen jedoch zugleich nach einer sorgfältigen rechtlichen und steuerlichen Planung. Denn die Interessen der Gesellschafter, die Regelungen im Gesellschaftsvertrag sowie die laufende Besteuerung müssen dauerhaft zusammenpassen.
Die Beratung bei Personengesellschaften erfordert viel Erfahrung. Schon bei der Gründung sind Fragen der Haftung, Geschäftsführung, Vertretung, Gewinn- und Verlustverteilung sowie des Ein- und Austritts von Gesellschaftern verlässlich zu regeln. Spätere Änderungen in der persönlichen oder wirtschaftlichen Situation können erhebliche Folgen auslösen, wenn sie gesellschaftsrechtlich und steuerlich nicht vorausschauend gestaltet werden.
Besondere Komplexität entsteht häufig durch das Sonderbetriebsvermögen. Immobilien, Darlehen, Beteiligungen oder andere Wirtschaftsgüter, die einem Gesellschafter gehören und der Gesellschaft dienen, können weitreichende Auswirkungen auf Bilanzierung, Besteuerung, Umstrukturierungen und die Übertragung von Gesellschaftsanteilen haben. Eine isolierte Betrachtung einzelner Maßnahmen genügt daher selten.
Auch bei Schenkungen und der Unternehmensnachfolge ist eine abgestimmte Gestaltung unerlässlich. Ziel kann es sein, Vermögen schrittweise auf die nächste Generation zu übertragen, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und steuerliche Belastungen angemessen zu berücksichtigen. Dabei sind neben dem Gesellschaftsrecht insbesondere die ertragsteuerlichen und schenkungsteuerlichen Konsequenzen im Blick zu behalten.
Ich berate Sie bei der Gründung, Anpassung und langfristigen Weiterentwicklung Ihrer Personengesellschaft – mit einem klaren Blick für die rechtliche Komplexität, steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und Ihre individuellen unternehmerischen sowie familiären Ziele.
Immobilienbesteuerung bei Personengesellschaften: Steuerliche Folgen von Erwerb, Vermietung, Übertragung und Nachfolge frühzeitig strategisch gestalten.
Steuerlich kann eine Betriebsaufspaltung erhebliche Folgen bei Unternehmensnachfolge, Anteilsübertragungen, Scheidung, Schenkung, Erbfall oder Verkauf haben
Besonders kritisch ist nicht allein die Entstehung einer Betriebsaufspaltung. Häufig wird ihre Beendigung zum Problem: Entfallen die Voraussetzungen ungewollt, können die stillen Reserven der Immobilie und weiterer Wirtschaftsgüter sofort steuerpflichtig werden.
Verlustuntergang, Gewerbesteuer, Erbfall und Verlustnutzung: Wie Familienunternehmen Nachfolge, Gesellschaftsstruktur und steuerliche Risiken eines Verlustuntergangs vorausschauend gestalten.
Die eingetragene Genossenschaft wird in der Nachfolge- und Vermögensplanung zunehmend als Alternative zu klassischen Familiengesellschaften diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei häufig folgende Überlegung: Ein Unternehmer überführt seine Beteiligung an einer operativen GmbH in eine eingetragene Genossenschaft (eG) oder wandelt die GmbH formwechselnd in eine eG um. Anschließend sollen Genossenschaftsanteile schrittweise auf Familienangehörige übertragen werden.
Der Familienverein wird bisweilen als Alternative zur Familiengesellschaft, zur Genossenschaft oder zur Familienstiftung vorgeschlagen. Die Gestaltungsidee ist einfach: Unternehmensanteile oder anderes Familienvermögen werden auf einen Verein übertragen. Die Familie soll über Mitgliedschafts- und Stimmrechte Einfluss behalten, während das Vermögen im Verein gebunden und über Generationen organisiert wird.
Auf den ersten Blick kann dieses Modell auch für Wegzugs- sowie Erbschaft- und Schenkungsteuer interessant erscheinen. Diese Erwartungen bedürfen jedoch einer sehr kritischen Prüfung.
Mit Beschluss vom 18. Juni 2026 (IX B 24/26) hat der Bundesfinanzhof seine ständige Rechtsprechung zum Fristbeginn für private Veräußerungsgeschäfte bekräftigt: Maßgebend sind grundsätzlich die Zeitpunkte, zu denen die obligatorischen Verträge, also in der Regel die notariellen Kaufverträge wirksam geschlossen werden. Auf den Besitzübergang, die Kaufpreiszahlung, die Auflassung oder den Übergang des wirtschaftlichen Eigentums kommt es im Regelfall nicht an.
Ein ungeplanter Erbfall kann ein wirtschaftlich gesundes Familienunternehmen innerhalb weniger Wochen unter erheblichen Druck setzen. Wer die Vererbung von GmbH-Anteilen planen will, muss deshalb mehr regeln als die Frage, wer künftig Eigentümer sein soll. Gesellschaftsvertrag, Testament, Erbschaftsteuerrecht, Pflichtteilsansprüche und die künftige Unternehmensführung müssen zu einem tragfähigen Gesamtbild zusammenfinden.
Wie eine unerkannte Betriebsaufspaltung Ihr Unternehmen teuer zu stehen kommen kann – und was Sie dagegen tun können.
Mit einer scheinbar harmlosen Konstruktion haben Sie möglicherweise eine Betriebsaufspaltung begründet – ein steuerrechtliches Konstrukt, das erhebliche Konsequenzen haben kann, die oft jahrelang unbemerkt bleiben. Besonders kritisch wird es, wenn diese Betriebsaufspaltung unerkannt endet, etwa durch den Verkauf des Unternehmens, die Beendigung des Mietverhältnisses oder im Erbfall.
Durch zwei Urteile vom 8.5.2025 hat der BFH festgestellt, dass der § 7 Satz 2 Nr. 2 unterfallende Gewinn aus der Veräußerung eines Anteils an der Holding-Personengesellschaft nicht auf die stillen Reserven der Oberpersonengesellschaft und der Unterpersonengesellschaften aufzuteilen ist. Es handele sich um einen einheitlichen Veräußerungsvorgang ausschließlich auf der Ebene der Ober-Personengesellschaft.
Das Urteil betrifft ausschließlich Personengesellschaftsstrukturen. Es ist auf Kapitalgesellschaften nicht anzuwenden.
Die Besteuerung von Gewinnen in Personengesellschaften kann mithilfe von zwei wichtigen Regelungen optimiert werden:
§ 1a KStG: Option zur Körperschaftsbesteuerung
§ 34a EStG: Thesaurierungsbegünstigung (Begünstigung nicht entnommener Gewinne)
Beide Modelle verfolgen das Ziel, Personengesellschaften steuerlich näher an Kapitalgesellschaften heranzuführen, unterscheiden sich jedoch in Systematik und Wirkung deutlich und sind in Ihrer Umsetzung komplex.
Mit der Thesaurierungsbegünstigung des § 34a EStG soll die steuerliche Belastung der thesaurierten Gewinne von Personengesellschaften an eine pauschalierte Ertragsbelastung von Kapitalgesellschaften angeglichen werden. Durch das Wachstumschancengesetz v. 27.3.2024 erhöht sich das Thesaurierungsvolumen mit Wirkung ab 2024 deutlich.
In zunehmendem Maße werden durch Investoren Photovoltaikanlagen auf gepachteten Frei- oder Dachflächen aufgestellt. Viele dieser verpachteten Flächen stehen im steuerlichen Privateigentum. Ist auch der Eigentümer an der Energieerzeugung durch die Solaranlage beteiligt, kann dies zu ihrer Beurteilung als Betriebsvermögen führen.