§ 23 EStG: Bei privaten Immobilienverkäufen zählt regelmäßig der Kaufvertrag – nicht die Übergabe
Mit Beschluss vom 18. Juni 2026 (IX B 24/26) hat der Bundesfinanzhof seine ständige Rechtsprechung zum Fristbeginn für private Veräußerungsgeschäfte nochmals bekräftigt: Maßgebend sind grundsätzlich die Zeitpunkte, zu denen die obligatorischen Verträge – also in der Regel die notariellen Kaufverträge – wirksam und für die Beteiligten bindend geschlossen werden. Auf den Besitzübergang, die Kaufpreiszahlung, die Auflassung oder den Übergang des wirtschaftlichen Eigentums kommt es im Regelfall nicht an.
Betriebsaufspaltung: Die unterschätzte Steuerfalle
Wie eine unerkannte Betriebsaufspaltung Ihr Unternehmen teuer zu stehen kommen kann – und was Sie dagegen tun können.
Mit einer scheinbar harmlosen Konstruktion haben Sie möglicherweise eine Betriebsaufspaltung begründet – ein steuerrechtliches Konstrukt, das erhebliche Konsequenzen haben kann, die oft jahrelang unbemerkt bleiben. Besonders kritisch wird es, wenn diese Betriebsaufspaltung unerkannt endet, etwa durch den Verkauf des Unternehmens, die Beendigung des Mietverhältnisses oder im Erbfall.
Gewerbesteuer aus Anteilsveräußerung bei doppelstöckigen Personengesellschaften
Durch zwei Urteile vom 8.5.2025 hat der BFH festgestellt, dass der § 7 Satz 2 Nr. 2 unterfallende Gewinn aus der Veräußerung eines Anteils an der Holding-Personengesellschaft nicht auf die stillen Reserven der Oberpersonengesellschaft und der Unterpersonengesellschaften aufzuteilen ist. Es handele sich um einen einheitlichen Veräußerungsvorgang ausschließlich auf der Ebene der Ober-Personengesellschaft.
Das Urteil betrifft ausschließlich Personengesellschaftsstrukturen. Es ist auf Kapitalgesellschaften nicht anzuwenden.